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Sprachsignalentzerrung für einen Kunstkopf mit zeitveränderlichem Resonanzvolumen

* Presenting author
Day / Time: 20.03.2019, 14:00-14:20
Room: Saal 5-a
Typ: Vortrag (strukturierte Sitzung)
Abstract: Bei der anwendungsnahen Evaluierung von Sprachkommunikationssystemen ist es üblich einen Kunstkopf zur Wiedergabe des Quellsignals zur verwenden. Solch ein Kunstkopf ist klassischerweise statisch, das heißt der Mund bewegt sich nicht und auch eine Atmung wird vom Kunstkopf nicht simuliert. Für Anwendungen wie die Evaluierung der Kommunikationseinheiten von Atemschutzmasken ist es jedoch unabdinglich den Kunstkopf zusätzlich atmen zu lassen, da ein signifikanter Teil der in Atemschutzmasken implementierten Signalverarbeitung speziell darauf ausgerichtet ist, natürliche und durch den Luftstrom in der Maske hervorgerufene Atemgeräusche zu unterdrücken. Wird die Atmung durch den Anschluss eines Blasebalgs an einen modifizierten Kunstkopf simuliert, so ist allerdings zu beobachten, dass klassische Ansätze zur Entzerrung des Sprachsignals nur suboptimale Ergebnisse liefern. Dies ist mitunter durch die zeitveränderliche Anpassung des Resonanzraumes zu begründen. Für diesen konkreten Fall wird in diesem Beitrag ein neues zeitvariantes Entzerrverfahren als Alternative gegenüber konventionellen zeitinvarianten Verfahren vorgestellt.