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Perzeptive Audio-Qualitätsdimensionen im audio-visuellen Kontext

* Presenting author
Day / Time: 20.03.2019, 14:40-15:00
Room: Saal 5-a
Typ: Vortrag (strukturierte Sitzung)
Abstract: In den letzten Jahrzehnten haben sich Informations- und Kommunikationstechnologien in einem Maße entwickelt, dass sowohl das Arbeits- als auch das Privatleben voll vernetzt sind. Die Anbieter dieser Technologien und Dienste sind stets bemüht eine „best-mögliche“ Qualität zu liefern. Es kann nun argumentiert werden, dass die Qualität mittels technischer Parameter effektiv bestimmt werden kann. Nichtdestotrotz kann der Nutzer als Schlüsselfaktor in der Bestimmung der Qualität nicht außeracht gelassen werden; wenn die Technologien und Dienste auf die Nutzung durch den Menschen abzielen. Der Ansatz, nicht nur Gesamtqualität allein, sondern auch ihre wahrnehmungsbasierte Zusammensetzung zu betrachten, ist nicht neu. In der Sprach-Telefonie wurde dieser Ansatz bereits erfolgreich für passive Testszenarien und in Konversationsszenarien angewandt (vgl. Wältermann, Köster). Um nun die Anwendbarkeit der perzeptiven Audio-Dimensionen im audio-visuellen Kontext zu untersuchen, haben wir einen subjektiven Qualitätsversuch durchgeführt. Dafür haben wir typische Szenen aus der Videotelefonie (Kopf-und-Schulter-Szene) verwendet. Die Testpersonen hatten zunächst die Aufgabe, die Audio-, Video und Gesamtqualität zu bewerten. Anschließend wurden die qualitäts-relevanten Audio- und Videodimensionen der Videoproben hinsichtlich ihrer Ausprägung bewertet. Die Auswertung zeigt, dass die Audio- und Videoqualitätsdimensionen unabhängig beurteilt werden können. Somit können die Audiodimensionen auch im audio-visuellen Kontext zur Eigenschafts- und Qualitätsbeurteilung verwendet werden.