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Mangelhafter Trittschall u.a. unter 100 Hz!

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* Presenting author
Day / Time: 20.03.2019, 08:40-09:00
Room: Saal 1
Typ: Regulärer Vortrag
Session: Bauakustik 2
Abstract:

Als regelmäßiger Teilnehmer der DAGA ist festzustellen, dass der Trittschall unter 100 Hz und seine dort auftretenden Probleme regelmäßiger Gegenstand von Vorträgen und Lösungsansätzen sind. Je nach Problemstellung wird ein schlechter Trittschallschutz – i.d.R. dann unter 100 Hz – in Fachkreisen auch als „Estrichdröhnen“ bezeichnet. Auch den Juristen ist dieses Thema bereits aufgrund zahlreicher und regelmäßig aufkommender Beratungsanfragen betroffener Wohnungserwerber bekannt. Regelmäßig sind die Erwerber mit diesen Fällen mit Schallschutzgutachten konfrontiert, die von den Verkäufern der Wohneinheiten beauftragt werden und beste Trittschalldämmwerte ergeben. Auf Nachfrage zeigt sich jedoch, dass diese Werte sich unter Einhaltung der Regelwerke aus dem bauakustischen Frequenzbereich ab 100 Hz herleiten. Salopp gesagt geht jedoch unter 100 Hz akustisch dann die Post ab. Da hilft es auch nicht, darauf zu verweisen, dass der Mensch unter 100 Hz bei tiefen Frequenzen schlechter hört. Denn auch ein schlecht hörender Mensch ist gestört, wenn nur das Störgeräusch laut genug ist. Die Konstruktionen mit schlechter Trittschalldämmung (Estrichdröhnen) unter 100 Hz sind bei üblicher Vertragslage mangelhaft. Der Beitrag versucht sich hierzu an einer ausführlichen rechtlichen Herleitung.