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Quantifizierung der Unangenehmheit von Ventilatorgeräuschen als präferenzäquivalenter Pegel

* Presenting author
Day / Time: 19.03.2019, 17:40-18:00
Room: Saal 4
Typ: Regulärer Vortrag
Abstract: In einer Vorgängerstudie der Autoren wurde eine große Bandbreite von Ventilatorgeräusche in Hörexperimenten mit einem semantischen Differential bewertet. Basierend auf zwei Faktorenanalysen ergaben sich sechs Wahrnehmungsdimensionen und fünf Geräuschgruppen wobei sich die Gruppen der angenehmen und der unangenehmen Geräusche hauptsächlich hinsichtlich der ersten drei Wahrnehmungsdimensionen unterschieden. Es zeigten sich auch deutliche Unterschiede in den spezifischen Lautheiten für die verschiedenen Geräuschgruppen obwohl alle getesteten Geräusche bei dem gleichen A-bewerteten Pegel von 55 dB(A) dargeboten wurden.Um die so gewonnenen Erkenntnisse auf Geräusche mit unterschiedlichen Pegeln übertragen zu können, wurden in der aktuellen Studie für typische Geräusche der drei wichtigsten Geräuschgruppen lautheits- und präferenzäquivalente Pegel gegenüber einem Referenzgeräusch in separaten Hörexperimenten gemessen. Es zeigt sich, dass die Gruppe der unangenehmen Ventilatorgeräusche gegenüber der Gruppe der angenehmen Geräusche im Median um insgesamt 10 dB im Pegel reduziert werden muss, um gleich präferiert zu werden.Für die die Geräusche aus der Gruppe der unangenehmen Geräusche ergeben sich darüber hinaus Pegelunterschiede zwischen dem lautheits- und dem präferenzäquivalenten Pegel von bis zu 8 dB. Für die anderen Geräuschgruppen ist dieser Unterschied deutlich kleiner.