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Sound Design eines kombinierten Maskierers gegen Bürolärm: Effekte auf die kognitive Leistungsfähigkeit und subjektive Bewertungen

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Day / Time: 19.03.2019, 15:40-16:00
Room: Saal 4
Typ: Poster
Das Posterforum zu diesen Postern findet am Dienstag von 16:00 - 16:40 Uhr direkt am Poster im ersten Obergeschoss - Posterinsel D - statt. Die Poster hängen von Dienstag morgen bis Donnerstag nachmittag.
Abstract: Bürolärm in Gruppen- und Großraumbüros stört kognitive Leistung und wird auch subjektiv als störend erlebt. Um diese negativen Effekte zu reduzieren, können partielle Maskierer als zusätzlicher Schall eingespielt werden. Dazu wird meist kontinuierliches Rauschen verwendet, dem aber eine geringe Akzeptanz nachgesagt wird. Ob Hintergrundmusik oder Naturszenen stattdessen verwendet werden können, ist eine nach wie vor offene Frage. So sprechen zwar Untersuchungen für eine bessere subjektive Beurteilung dieser alternativen Maskierer, allerdings reduzierten sie – anders als kontinuierliches Rauschen – die Störeffekte von Bürolärm auf kognitive Leistung nicht. In den hier vorgestellten Experimenten wird ein kombinierter Maskierer „Musik im Rauschen“ hinsichtlich Leistungseffekte und subjektiver Präferenz geprüft. Die Idee dahinter ist, ob sich die Potenziale der beiden verwendeten Maskierschalle durch ihre Überlagerung nicht vereinen lassen: kontinuierliches Rauschen, das kognitive Störwirkungen von Bürolärm reduziert, und Instrumentalmusik, die subjektiv gegenüber Rauschen präferiert wird. In Experiment 1 wurde die Kurzzeitgedächtnisleistung (n=40) unter Ruhe, Bürolärm und drei Maskiererbedingungen geprüft: Bürolärm plus „Musik im Rauschen“, kontinuierliches Rauschen oder Musik. In Experiment 2 wurden subjektive Bewertungen von 72 Studierenden erhoben, die für 1 h unter einer der genannten Maskiererbedingungen kognitiv arbeiteten. Sowohl Leistungsdaten als auch subjektive Urteile sprechen für den kombinierten Maskierer „Musik im Rauschen“.